Unfallversicherung 2012

Private Unfallversicherungen gelten weltweit und rund um die Uhr. Das Angebot ist breit gestreut. Grundsätzlich wird unterschieden zwischen der Kinder-Unfallversicherung bis zum vollendeten 18. Lebensjahr, der Freizeit-Unfallversicherung nur für außerberufliche Unfälle sowie Policen für Unfälle inner- und außerhalb des Berufs.
Man kann die private Unfallversicherung nach ganz persönlichen Bedürfnissen aus mehreren Bausteinen zusammenstellen. Mit Abstand am wichtigsten sind Leistungen bei Invalidität (in der Höhe der Versicherungssumme frei wählbar, aber unter 100.000 Euro kaum sinnvoll).
Die private Unfall-Police zahlt nicht nach jedem x-beliebigen Unfall Geld, sondern nur bei Invalidität. Dann jedoch schon ab 1 Prozent, während die gesetzliche Unfallversicherung erst bei 20 Prozent Invalidität eine Rente zahlt.
Nur 10 Prozent aller Fälle von Berufsunfähigkeit sind auf Unfälle zurück zu führen. Wesentlich nötiger ist daher Schutz gegen Berufsunfähigkeit.
Vier Gruppen sind mit einer privaten Unfallversicherung gut bedient: Kinder, Hausfrauen, junge Freizeitsportler sowie Selbstständige, die eine Berufsunfähigkeits-Versicherung wegen des berufsbedingt höheren Invaliditätsrisiko gar nicht oder nur mit saftigen Zuschlägen abschließen könnten.
Der Unfallschutz kann aus knapp zehn verschiedenen Bausteinen zusammengesetzt werden; wichtig ist aber nur die Leistung bei Invalidität (sollte mindestens 100 000 Euro betragen).
Bei Invalidität erfolgt die einmalige Auszahlung der vertraglich vereinbarten Summe (bei Unfällen ab 65 als anteilige Monatsrente). Allerdings gibt es nur bei 100 Prozent Invalidität die volle Summe, ansonsten entsprechend dem festgestellten Invaliditätsgrad weniger.
Den Schutz kann man noch verbessern, indem die Leistung mit häufig 225 Prozent Progression vereinbart wird. Bei 100 Prozent Invalidität zahlt der Versicherer statt beispielsweise 100 000 Euro dann 225 000 Euro. Die schwersten Fälle bekommen also das meiste Geld. Dies kostet allerdings bis zu 50 Prozent mehr Beitrag.
Erwachsene haben die Wahl zwischen einer Police für Arbeit und Freizeit oder einer ausschließlichen Freizeit-Police. Letztere ist etwas preiswerter, bringt mitunter aber wegen der Abgrenzung zu beruflichen Unfällen Probleme.
Entscheidend für die finanzielle Invaliditätsabsicherung ist die richtige Versicherungssumme. Mit 100 000 Euro dürften Eltern richtig liegen und damit auch einen Pflegefall finanziell einigermaßen gut verkraften. Preiswerte Anbieter verlangen fürs Kind im Jahr weniger als 35 Euro.